Beege fotografiert Vernissage 20 Jahre Kunstverein Offenburg

November 21, 2016

11.11.2016 Vernissage zu 20 Jahre Ausstellungstätigkeit des Kunstverein Mittelbaden e.V.
ein ganz persönlicher Streifzug durch die Ausstellungsräume

Ansprache von Ute DahmenUnd wer die Kunstwerke schon kennt und nur sehen will wer mir an diesem Abend so vor die Kamera geriet… >weiterlesen

11.11.2016 Vernissage zu 20 Jahre Ausstellungstätigkeit des Kunstverein Mittelbaden e.V.
ein ganz persönlicher Streifzug durch die Ausstellungsräume
Ute Damen bot uns zunächst einen Überblick  des Vereinslebenslaufs. und beschrieb die Vielfalt an Kunstwerken, die bereits hier ausgestellt waren. Aus diesen Ausstellungen zeigt derzeit Der Kunstverein zeigt Werke von Künstlern, die sich regional und überregional einen festen Platz in der Ausstellungsszene erobert haben. Natürlich sind da erst mal die lokalen  „Granden": Göhringer, Strumbel, Schlindwein, Sander Braxmaier, Spinner… aber aus der Vielfalt aller Exponate möchte ich hier einige zeigen, die mir bei dieser Vernissage besonders ins Auge fielen.

beege_fotografiert_vernissage_4589_querDa springt uns fast aufdringlich Otmar Hörls Venus von Offenburg aus dem Jahre 2005 antgegen, In Reih und Glied, Körper bei Fuß …

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Auch werden Exponate präsentiert, die bereits Teil der Kunstgeschichte geworden sind. So hat sich sogar Picassos Minotauros, eine Radierung aus dem Jahre 1933,  ganz bescheiden und unauffällig, man möchte fast meinen hierher „verirrt", die schon in 2002 im Kunstverein ausgestellt war.

 

Angela M. Flaig. Auch sie begegnete mir bereits auf ferneren Kunstausstellungen. Ihre filigrane, ganz reale Natur akribisch zu einem Samenpolster gefügt wird hier in einer Acrylbox geschützt präsentiert. Eines Ihrer Werke aus der Serie  „Distelsamen"  ziert seit 2007 auch unser Zuhause. Ich erinnere noch die erstaunliche Ausstellung in Rottenburg, im Frühjahr: FRAGIL_ STABIL.  Ihre feenhaft ätherischen Werke – gegenüber die brutal schweren, Kettensäge Holzskulpturen Armin Göhringers. Krass!

Gianfranco Figurelli. Sein organisiertes Farbchaos hat sogar die Stadt Offenburg überzeugt. Erst kürzlich hat  Kuratorin Gerlinde Brandenburger-Eisele  dieses Werk für OG erworben.

Jürgen Knubben, der sonst eher monumental arbeitende Bildhauer  hat ein kleines schwergewichtiges Eisenexponat da stehen, welches hier bereits zweimal ausgestellt wurde. Ein typischer Vertreter von Real Kunst und in der Tat… es ist dem Fuß eines von mir selber gebauten und seit 1970 im Einsatz befindlichen Einbeinlampenstatives wie „aus dem Gesicht geschnitten". Seine sonst so riesigen Eisen-Skupturen z.B. in und um das Gelände der malerischen Burgruine Castel Pergine sind mir in eindrucksvoller Erinnerung.

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beege_fotografiert_vernissage_4578_querTine Furlers „Lilian2“ und „Nancie“  wirkten  auf den ersten Blick wie aus dem Papierkorb gezogene Pornofotos, entpuppten sich aber schnell als Methode für ihre Kunst, denn näher betrachtet hat sie die Mädels in akribischer Feinstich Handarbeit mit Nähgarn wieder angezogen und als Montage ins Surreale gezogen. Frauen als Objekt der Begierde stilisiert die Berlinerin gerne, aber keinesfalls um sie als Sexobjekt zu degradieren, eher will sie unsere eingefahrenen Sehgewohnheiten umkehren.  Gelungen! Und – ich muss gestehen – im doppelten Sinne „attraktiv".

 

beege_fotografiert_vernissage_4571_querFlorin Kompatscher zeigt hier gleich 5 Bilder, die in 2012 hier hingen. In seine surrealen, sehr bewegten Linienfiguren kann man sich besonders phantasievoll hineinsehen. Nach seiner Auffassung hat für ihn Malerei keinen intellektuellen Überbau.  Es gibt eine Leinwand und es gibt Farbe! Punkt. Der Malvorgang selber ist dann allerdings doch wieder sehr intellektuell, was den Reiz seiner Kunst dann doch ausmacht.…

 

 

beege_fotografiert_vernisage_4561querSilke Kästners Kunst-Werk wurde oft mit Billboard Work bezeichnet. Vielleicht, weil sie gerne in der Öffentlichkeit arbeitet. In der Tat kehren abstrakt malerisch ineinander verwobene, farbige Flächen immer wieder. Ein Spaziergang auf ihrer Homepage lohnt sich allemal!

 

beege_fotografiert_vernissage_4554querHelmut Wetter lebt und arbeitet in Karlsruhe. Seine beiden Ölbilder zeigen ebenfalls Farbflächen, abstrakt eindringlich in ihrer Schlichtheit bestechen sie den Betrachter. Der Verein zeigte sie im Jahre 2010 . Der Künstlerkreis Ortenau widmete ihm bereits 1990 eine Ausstellung.

 

beege_fotografiert_vernissage_4619querRainer Braxmaier präsentiert seine überdimensionalen roten „Schlappen", die schon im Sommer Rätsel aufgaben, ob es sich um eine Interpretation der abgehalfterten päbstlichen Pantoffel handelt oder eine Hommage an seine Frau ;-) ist offen. Immer jedoch ist GRundlage seiner Malerei meist auch ein kräftiger Schluck aus der Humorpulle.

 

frei für PR des KUnstvereins und deren Künstler sowie deren Flyerwerbung. Veroeffentlichungen durch Dritte nur gegen: Nennung, Honorar, Beleg an: Beege-Fotodesign Renchtalblick 44, 77767 Appenweier, Konto 6248322 BLZ 66490000 Volksbank Offenburg IBAN DE81 6649 0000 0006 2483 22 BIC: GENODE61OG1 Werbliche Verwendung ist buyoutprflichtig.
Von Lambert Maria Wintersberger hängt ein grosses BIld in Mischtechnik von 1989, welches im Kunstverein 2015 gezeigt wurde. In den 68ern Burdapreisträger f. bildende Kunst, lebte er später in seiner Wahlheimat Walbourg im Elsaß, wo er 2013 auch verstarb.

 

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Martin Sander steuerte diesmal ein schlichtes Wasserglas mit Aspirinblister bei, was Ute Damen flugs seinem hohen Engagement für den Kunstverein zuschrieb, denn er ist ja „nebenbei“ Geschäftsführer und bei sämtlichen Aktivitäten des Vereins der Held, nicht nur im Vorfeld der Ausstellungen.

 

 

beege_fotografiert_venissage_4600querJutta Spinner darf natürlich nicht fehlen. ihre Leinwand in Mischtechnik aus dem Jahre 2010 mal ganz ohne Blumen und Wohlfühlmuster. Nur die kräftigen, ihr ganz eigenen Farben zeigen ganz klar ihre Handschrift.

 

beege_fotografiert_vernissage_4581querjpgAxel Bleyer hält hier die Fahne für Kunst in der High End Fotografie hoch. Sein „Himmelreich", eine Fotocollage in edelstes  Museumsglas eingeschweisst, wurde hier bereits in 2010 gezeigt.

 

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Stefan Wieland füllt seine 2013 hier gezeigte Leinwand mit 6 breiten Leinwand Acryl-Pinselstrichen und lässt sie von Dunkel bis fast schmerzhaftem Neonpink wie ausgeschnitten auf der Leinwand schweben. Das Bild ist ein starker Farbkontrast zu den beiden Cyanotypien.

 

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Von Sandra Meisel wird „Ceres 1 und II" gezeigt. Cyanotypien, einem Edeldruckverfahren aus dem Jahre 1848!  Das ich gerade auch für mich antdeckt habe.  Die Technik ist auch als Blaudruck bekannt. Ausgestellt hatte sie die recht reduziert wirkenden, beiden Werke hier in 2004. Sie zeigen ein ganz anderes BIld ihrer Arbeit,  als man es sonst von Ihr kennt.  Da wechselt sie bravourös zwischen Fotografie, Skulptur und Installationen. Ihr vielschichtiges Werk kann man hinter diesen Bildern nur erahnen.
http://www.sandrameisel.com/

 

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Angelika Nains „Wildwuchs" hat noch meinen Blick angezogen. Dieser Polystyroldruck gäbe die perfekte Vorlage für eine hochkünstlerische Wandgestaltung. Traumhaftes Blätterwerk zieht meinen Blick in einen Urwald hinein und je näher und genauer ich mit Makroblick hinsehe, sehen die Druckfragmente in den Räumen zwischen den Blättern wiederum aus wie in sich geädertes Blattskelett. Hohe Kunst im Detail!

 

beege_fotografiert_vernissage_4646querMichael Blums Ausstellung in der Stauffenbergklinik 2007 in Durbach erinnere ich noch gut. Seine mit Sand und Farbe vermengten und gespachtelten Landschaften und die endlose Weite ist auch in seinen hier hängenden, schier endlosen Panoramen zu sehen.

 

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Eines ist mir beim Rundgang durch diese Ausstellungsräume wieder ganz klar geworden. Dem Besucher wird gezeigt, was wir Bürger und damit die Stadt Offenburg unter Kunst und Kultur verstehen.  Derweil bleibt ein grosses Kreativpotentional so ziemlich aussen vor. Der Bereich der Off-Kultur wird so gut wie nicht beachtet. Es gibt so viele Studenten in unserer Stadt, die kaum in Erscheinung treten können. Das Forum dafür fehlt einfach. Dafür steht der Spinnerei-Kreativraum am Mühlbach e.V. Er bemüht sich seit nunmehr 3 jahren um Kreativräume. Bisher in der AltenSpinerei und nun wurde er von der Stadt auf den alten Schlachthof allerfrühestens 2020 vertröstet. Das ist sicher ein geeigneter Ort. Karlsruhe hat uns das bereits lebhaft vor Augen geführt. Aber da stehen uns noch viele „Hunger- Jahre" bevor.  KREATIVITÄT BRAUCHT RAUM !
Ein Glück, dass es VIA gibt! Ein Zusammenschluss von Student/Innen, die in der Franz-Volk-Str. 8 a im Hinterhof eine alte Werkstatt haben und dort im Kleinen bereits  jede Menge Aktionen starten. Mit stetig wachsendem Zuspruch! Im letzten Sommer sogar Open Air ganz grandios! Wer junge Kreativität in OG sucht, ist dort genau richtig!

Wenn wir der Stadt zeigen, dass was läuft, dann hilft sie uns sicherlich und schafft ein solches Zentrum. Potentielle Mieter und Startups in der Kreativwirtschaft warten nur darauf, dass da etwas entsteht!

Ja… und dann war da in den Fluren der Städtichen Galerie noch ein einsamer roter Schirm… Ob den wohl Joseph Beuys dort plazierte? ;-)
Beegee

 

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