Fotograf Beege bei VIA Fotografier Bar

November 01, 2016
Die Kreativwerkstatt in der Franz-Volk-Str. 8a lud am 27.10. zur Fotografier Bar ein.
Und in der Tat: So ziemlich alles was fotografierbar ist, gab es gestern bei VIA zu sehen.

Markus Männle – Marjana Beusterien – Christian Belzner – Edward Konradin Köchling – Tom Deibel-Shaw – Beegee – Alexander Weigand – Armin Krüger – Zaid Ghasib.

9 Fotografen zeigen ihre Werke und stellen Sie zur Diskussion oder Nachfrage. Eine wirklich gute Möglichkeit, seine Bilder einmal aus der Deckung des eigenen Dunstkreises zu holen.

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Ein schön gefüllter Saal. Wieder sehr bunt gemischt. Viele junge Leute. Das sieht OG nicht so oft auf einem „Haufen". Alle waren gespannt, was heute geboten würde.
Für manche der erste Versuch, Öffentlichkeit in – wohlwollendem – Kreis für seine Fotos herzustellen. Wie sich zeigte, konnten wir dankbar sein für die Vielfalt und auch das hohe Niveau der gezeigten Bilder.
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HAMMER SHOW von Ed Köchlin !

Zwar hat er uns schier erschlagen mit der Vielzahl seiner flippigen Montagen, aber im Zusammenspiel seiner Moderation von saugut gearbeiteten schwarz-weiss Horrorportraits an Banktsy Style erinnernd bot er uns in einer ihm ureigenen Chaosmanier ein echtes Spektakel. In schier filmreifer Choreographie sprang er förmlich in seine farblich irrlichternden Portraitcollagen hinein, verschmolz mit ganzem Körpereinsatz selber mit seinen vielleicht fremd anmutenden, für mich ganz neuen Bilder und haute noch einen oben drauf mit seiner ebenso unkontrolliert hektisch scheinenden Sprache, phonetisch genau passend zu den Bildern. Dabei redete er die Zuschauer in einer unnachahmlichen Weise in Grund und Boden. Sein Bildangebot reichte bis in verfremdete Naturfotos hinein und liess uns baff zurück! Glückwunsch für diese unglaubliche Performance Ed! Du wirst uns hoffentlich noch oft durch noch mehr fotografische Escapaden führen. Grosses Kino! Danke.

…dann brauchten wir erst mal ne Pause!

Danach, als ob ichs bei meiner Bildwahl geahnt hätte, was da voher für ein Feuerwerk abging, habe ich nur 1 Bild mitgebracht und das auch noch in analoger Form. Die Rolle des 100 x 70 grossen Leinwandbildes unterm Arm setzte ich erst mal einen ruhigen Kontrapunkt zum flippigen Rede und Bildgewitter des Ed Köchling von der HS. Mein momentanes Lieblingsbild zeigt eine impressionistisch abgelichtete Abendstimmung. Eine Feluka kreuzt auf dem Nil. Schemenhaft in magentafarbener Dämmerung…

Wir sahen Fotografien von einem, der auszog, immer mehr zum Stadt- und Landstreuner mit seiner Kamera zu werden: Armin Krüger. Als Vollblutmusiker geht er wesentlich intellektueller an seine Art zu Fotografieren heran, fast scheint es, er liest das Leben wie in einer Partitur. Sein Instrument: die Kamera. Sein Thema: Inszenierungen in Streetphotography, die ganz und gar nicht inszeniert waren, er diese aber einfach so als Zuschauer alltäglicher Szenen erlebte… Der gut gesehene und richtigen Moment ist sein Mittel zum guten Bild. Die Rheinebene und die Weinberge der Ortenau sind sein Revier. Und – natürlich – Portraits. Intensiv aus dem Leben gepickt oder im Umfeld seines Berufes in intim – scheinenden? – Momenten. Die Musikerin mit entspannt geschlossenen Augen lädt zum Verweilen.

 

und weiter gings:

Tom Deibel-Shaw, ein ganz junger Fotograf wagt sich anschliessend in die VIA-„Arena" um seine fotografischen Erstlingswerke zu zeigen. Dabei punktete er mit seiner süssen kleinen Schnecke, nach dem Salatwaschen entdeckt und gerettet im Ausguss…
Auch Alexander Weigand wagte den Sprung einmal hervor hinter seiner Filmkamera in die „Niederungen" der Fotografie. Im Gegensatz zur oft hektischen und zwingenden Teamarbeit des Films findet er beim Fotografieren entspannende Ruhe, wie er uns sagte und ist endlich mal ganz alleine in Verantwortung für sein Ergebnis.

Christian Belz hat mich noch beeindruckt mit seinen Kompositionen in schwarz-weiß. Raffiniert ineinander verschachtelte Schwarz-Weiss Portraits in einem Mix aus Schattenwurf auf im Bild vor seinen Menschen hängenden durchscheinenden Stoffen und den realen Silhouetten seines Models. Auch das Bilder mit einem gewissen innovativen Charakter.

Zu Schluss überraschte uns noch ein anderer Kommilitone der HS mit einem, ja man kann auch sagen „Gesamtkunstwerk". Das ist eben bei Studenten schon ein Vorteil beim Kreativsein: sie bekommen oder wählen Themen die sie dann erschöpfend beackern und fertig stellen. Abgabetermin. Fertig. Zaid Ghasib zeigte seine zunächst skurrril anmutende abwechselnde Sicht der Dinge in der Hochschularchitektur und dem Makrobereich der zahlreich gefundenen Insekten. Die setzte er in sehr malerisch anmutenden Tierleibern in Relation zu technisch grafischen Aphorismen in Natur und Technik. Er selbst bezeichnet sich ganz bescheiden als Anfänger und betont seine technisch unbedarften Fotografien. Aber gerade das unvoreingenommene, kindhafte Herangehen an seine Bildshow gibt seiner Präsentation einen eigenen, sehr wohltuenden Charme. Als er dann die Bilder mit Insekten, die beim Fotografieren noch lebten mit Vornamen versah, sorgte das für Heiterkeit. Zum Schluss griff er noch nach seiner Gitarre und trug uns sein humorvolles Gedicht über den Silberfisch vor. Ein Insekt, welches er, bevor er nach Deutschland kam noch nie gesehen hatte und dem er – wohl ob dessen Omnipräsenz im Studentenwohnheim – mit echter Empathie begegnet…

Wie immer bei VIA: zufriedene Zuschauer, schöne Gespräche und viel Inspiration.
Wir freuen uns alle schon auf die nächste „Bar". MachBar, TrinkBar, ErzählBar, BastelBar, ReparaturBar … wunderbar.

 

Wer ein Erinnerungsbild dieses Events mitnehmen möchte, ist in meinem BildPortal auf meiner Website www.beege.de  herzlich eingeladen, Abzüge in bester Fotoqualität für kleines Geld und in Eigenregie zu bestellen.

 

 

Disclaimer: Sollte jemand ein Bild dieser Serie nicht veröffentlicht sehen wollen: Mail an mich mit dem Dateinamen des Bildes an mich genügt ( mouse over auf den kleinen Bildern im BildPortal), dann nehme ich das Bild umgehend heraus.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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