Runway Fotos – Impressionen von den Laufstegen in Mailand und Paris.

Juni 09, 2014

Um einen „Traumraum“ zu erreichen, braucht es Bilder an den Wänden. Bilder, die dem Raum Stimmung geben.
Dies gilt besonders im privaten Ambiente und im öffentlichen Bereich von Firmen mit coolem Design. » weiterlesen

Große leere Wände laden ein, um daran Farbe in die Räume zu tragen, positive Resonanz zu erzeugen, zu beeindrucken. Ideal dafür sind nicht nur meine knallbunten Makroaufnahmen aus der Natur. Fotografien aus meiner Sammlung die ich wie  „im Vorbeigehen“ während meiner zahlreichen Mode-Reportagen mit fotografierte sind ein ganz besonderer Blickfang.

Die Modeschauen der grossen Designer sind immer eindrucksvoll inszeniert und da laufen die weltbesten Models in den neuesten Kreationen. Die Shows sind mit unglaublichem Aufwand immer innovativ bis extrem verrückt beleuchtet. Oft sind es schier unfotografierbare Lichteffekte, die aber viel fotografischen Spielraum bieten, ganz eigene, ungesehene Bilder zu ermöglichen.

Mich reizte, in den Wartepausen bis zum nächsten Model Run daraus neue, ganz eigene Bilder zu erzeugen. Genauer gesagt, „malten“ sich viele dieser impressionistisch anmutenden Fotos wie von selbst. Es ist auch hier so: Es kommt auf das Sehen an, denn diese Momente sind meist extrem kurz. Den rechten Moment des Auslösens sowie die Choreographie eines Runs erahnen – noch im unbeleuchteten Raum, kurz bevor die Scheinwerfe aufflammen – und auf das Wissen, um die Stelle, wo die meisten Fotografen am Laufsteg unten zusammen gepfercht sitzen…, denn die ballern schon im Finstern wie wild alle gleichzeitig drauflos, sobald die Models noch im Dunkeln auf der Rampe erscheinen.

Solche Momente sind besonders geeignet um multibelichtete und effektvolle Überlagerungen im Bild festzuhalten.

Ein bisschen Zufall ist da zwar immer dabei, aber eine längere Belichtungszeit von etwa 0,25 bis 1 Sec. fängt oft viele Blitze verschiedener Fotografen von allen möglichen Seiten stroboskopartig mit ein, die sich in meinem Bild dann überlagern. Analog oder digital – egal!
Aus der Malerei entlehnt würde ich sagen, diese Art des Fotografierens ist so etwas wie eine fotografische „Mischtechnik“. Diese – man könnte sagen – Lichtmalerei verdichtet sich so in Mehrfachbelichtungen und lässt dabei noch den Betrachter Alusionen der Starmodels aus der Gründerzeit wie in den Bildern hier erahnen.

1994 stellte ich eine ganze Reihe solcher Werke im Ritterhaus Museum in Offenburg aus. In highend Technik ausbelichtet und im Passepartout hinter Glas gezeigt. Heute greife ich lieber auf hochwertige Träger-Materialien wie Alu Dibond zurück oder lasse die Highend Ausbelichtungen in Plexi- oder gar weissem Bleiglas eingiessen. So präsentiert erziele ich für solch großformatige Dokumente analoger Kunst eine edle, sehr hochwertige Präsentation: Ikonen der Neuzeit.

Die Catwalks in Mailand und Paris… das waren immer ungalublich anstrengende Fototermine. 10 Tage Hetze, Gedränge, Platzkampf unter Fotografen. Physisch hart an der Grenze des körperlich Zumutbaren,   Fotografieren wie ein Wilder, zur nächsten Show 4,5,6 mal durch die halbe Stadt, Verkehrchaos. Abends die Filme entwickeln, Redakationstreffen, kurz Schlafen… nächster Tag… Aber unglaubliche Eindrücke. Bilder von bleibendem Wert.

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