Beege fotografiert FOTOBAR bei VIA 22.02.2018

Februar 26, 2018

Beege fotografiert VIA FOTOBAR

(meist) junge Fotografen und Fotografinnen zeigen ihre Werke einer Öffentlichkeit. Rege Diskussionen über die  Fotos. Jeder kann aus seinem privaten Bereich heraustreten und sehen und hören, was andere zu ihren Bildern zu fragen haben. Das ist echte Kulturarbeit. OFF-KULTUR e.V. unter der Schirmherrschaft von VIA veranstaltete das Foto-Event. Sie sorgten für eine starke fotografische Bandbreite aus studentischen Werken, aus Profiarchiven, aus Themen, welche die Künstler gerade interessierten.

Eisigkalter Abend. Die Heizer laufen auf Hochtouren. In der Franz-Volk-Str. 8a, in der idyllischen Hinterhofwerkstatt ist wieder was los! FOTO BAR ist angesagt. Wer Lust und sich angemeldet hat, kann hier seine Fotos zeigen, etwas dazu erzählen, Fragen werden hin und her geworfen… Ein bunt gemischtes, sehr verschiedenes Angebot an Fotografien.

Wie ich bei der Internetrecherche feststellte, haben die meisten Teilnehmer ihre oft eindrucksvolllen Werke auch in instagram oder f-book gepostet, was mir einen tieferen Einblick gibt und den Lesern die Möglichkeit sich näher mit dem einen oder anderen Fotografen/in zu beschäftigen. Links dazu im Text.

•    >Armin Krüger, Hauptberuflich Gitarrist, zeigt ein paar Lieblingsbilder seiner Streetphotography am Beamer und auch in orginalen Prints als gerahmte Drucke. Sein Thema sind Menschen und ungestellte Szenen mitten im Leben, wo immer er mit seiner Kamera auftaucht. Ich bezeichne ihn gerne auch als „Stadtstreicher", denn er ist neben seiner Liebe zu seinem Beruf als Gitarist so oft es geht mit der Kamera unterwegs.

Seine sehr natürlichen Portraits zeichnen sich durch Distanz und Nähe aus, was man gut auch auf seiner internetseite sehen kann. Zusammen mit Beegee und Jörg Bongartz ist er in der Gruppe , wo sie gemeinsam ihre Bilder austauschen und Ausstellungen planen. Mein Lieblingsbild von ihm: sein versinkender Kahn… oder taucht er vielleicht gerade auf???


•    >Nach ihm zeigte Sami Lay stimmungsvolle Reisebilder aus  Myanmar. Bei seinem Beitrag war ich leider nicht schnell genug, seinen Beitrag in der Fotobar zu dokumentieren.

•    >Ralph K.Maier ist in erster Linie Portraitfotograf von unkonventionellen Bildern.

Aus seinem umfangreichen Peoplearchiv zeigte er sehr schöne Menschenbilder.  Immer denkt er sich ein Stilmittel aus, das seine Portraits einfach anders macht als der Mainstream. Seine Seite ist unglaublich umfangreich. Mal reingucken.

•    >Beegee ist ein Profi im „Un-Ruhestand".

Aus seinem immensem Archiv hat er Analogfotografie mit sehr ruhigen Bildern aus dem Valle Verzasca, Tessin ausgesucht. Die SW Studien zeigen meditative Formen und Maserungen im Sinne des ZEN die er an ruhigen Urlaubstagen beim Durchklettern des faszinierenden Gebirgsflusses fand. Diese Bilder waren bereits auf mehreren Ausstellungen in Trier, Salzburg und auch in Offenburg zu sehen.
•    >Nicolas Bär hatte freche Mädchenfotos dabei und wurde gelöchert, wie er zu seinen Modellen kommt. Die Mädchen waren manchmal etwas überpost dargestellt und auch manchmal Mainstream orientiert. Aber die sehr schönen Lichtstimmungen und Locations seiner Wahl gaben den Bildern einen künstlerischen Touch.

•    >Christian Möhle alias Chris Baker, hat NewYork Impressionen gezeigt,


Szenen, die ihn  an die Auswanderer Zeit nach Amerika erinnerten. Seine Intention ist sehr people-photography orientiert und zeigt intensive Menschengruppen und Strassenszenen wie aus der „schönen neuen welt" der Gründerzeit. Dabei legt er Wert darauf, dass seine Bilder unverfälscht und unbearbeitet daher kommen. So kann er, wie er sagt, dem ganz spezifischen Moment bei der Aufnahme beim späteren Betrachten des Bildes nachspüren. „Fotografie ist für mich Freiheit, die Welt einzufangen, so wie ich sie persönlich sehe. Aus einer anderen Perspektive. In einem anderen Licht. Hier ein Blick auf seine Bilder .

•    >Lilly Blattner hat – für mich gesprochen – mit dieser Komposition…


…den Vogel abgeschossen.  Sie präsentierte sublime Lichtreflexe einer farbkräftigen Halo, Prismenreflexe in einer wunderschön zarten Montage und erfrischende Menschenbilder. Ein sehr anderer Beitrag. Auch inszeniert sie liebend gerne szenische Portraits. Sehenswert ihre Bilder von Dreharbeiten in hohem künstlerischen Wert auf ihrer instagram Seite.
•    >Charismarkus zeigte Technische Abbildungen von „Lost Places" über die er viel zu erzählen wusste. Markus ist Amateurfotograf mit Leib und Seele und findet sein Glück im Sucher seiner Kamera. Sein fotografisches Tagebuch im Netz ist sehr umfangreich und vielseitig.
•    >Yokon Benner war hier mit sublimen Makroaufnahmen und auch mit seiner streetphotography. Er reist gerne und hat viele Strassen-Fotos gepostet. Seinen Faible für das ganz Kleine zeigte er in seinem enigmatischen Bild einer glühenden Zigarette, wo er schier in sein Motiv hineinkriecht. (wenn er mir sein Bild der glühenden Zigaretten schickt, binde ich es hier noch ein).
•    >Latifa Flaga war in ihrer exotischen Heimat Costa Rica unterwegs und hat dort Menschen hautnah portraitiert. Auf ihrer instagramsite werde  ich nicht ganz schlau, was Bilder von ihr sind oder was ist eingeblendete Werbung. Das ist die Crux an instagram…

An so einem Abend begreift man: Je intensiver ich mich einlasse, desto interessanter wird das Bild für den Betrachter. In den meisten Bildern wurden gerne auf Effekte zurückgegriffen, die in der profanen Fotografie immer noch als „Fehler" abgetan werden.  Ich erwähne hier eine gerne von mir öfters erzählte Anekdote: Als ich mich 1969! bei Aenne Burda vorstellte und ihr meine ersten Modeaufnahmen zeigte, hatte ich im Vordergrund der Modeaufnahme ein paar schöne unscharfe Grashalme mit ins Bild genommen… Aennes Kommentar: „Sehr schön! Aber das mit dem Scharfstellen müssen Sie noch üben!"
Unscharfe Verläufe, Spiegelungen, Reflexe durch Scheiben oder Gläser, Folien oder Pismen hindurch… alles Elemente, die von der Öffentlichkeit noch vor wenigen Jahren als fotografische „Fehler" abgetan wurden und nur in der Kunstfotografie akzeptiert waren. Heute sind solche Bildelemente nicht mehr wegzudenken. In Zeiten des iPhone sowieso. Die meisten der Vortragenden haben solche Effekte auch kräftig genutzt. Und wir konnten sehen: es gibt sie, die experimentierfreudigen Fotografen und Fotografinnen. Hier ein Blogbeirag dazu.

VIA hat mal wieder Alt und Jung zusammengeführt. Die Künstler*Innen haben ein wenig ihre Intentiionen erzählt und viele Fragen beantwortet. Wer den Beitrag zu einer ebenfalls sehr interessanten, vorhergehenden FOTOBAR anschauen möchte: hier lang.
Wir freuen uns schon auf die nächste FOTOBAR!

 

www.beege.de  dort könnt Ihr Euch auch über mein berufliches fotografisches Schaffen bisher informieren.

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